Mit Briefmarken Geld verdienen


Man kann behaupten, daß das Sammeln von Briefmarken eines der beliebtesten Hobbys überhaupt ist. Die Zahl der Sammler geht in die Millionen, und Jährlich kommen Hunderttausende dazu.

Es gibt aber auch Möglichkeiten, hier geschäftlich einzusteigen. Natürlich kommen Sie

gegen die Großen der Branche (Krüger, Borek, Sieger, usw.) nicht an, aber auch die haben einmal klein angefangen!

In diesem Report wird gezeigt, was zu tun ist, um mit Briefmarken Geld zu verdienen.


Da ein Ladengeschäft für den Einsteiger in der Regel nicht in Frage kommt, bietet sich der Handel per Post an. Sie verkaufen also über den Versandweg.

Ohne großes Kapital - das heißt ohne große Investition für Waren - können Sie Ihr Geschäft eröffnen. Wenden Sie sich an die Firma Christian Hahnspach, Im Rossweichen 8, 79312 Emmendingen.

Diese Firma hat ein interessantes Programm von Briefmarkenpaketen für Wiederverkäufer zusammengestellt. Sie erhalten dort auch Prospekte und Preislisten, die Sie nur noch mit Ihrem Namen versehen müssen.

Sie können auch selbst Pakete zusammenstellen, indem Sie Kiloware von Großhändlern
beziehen. Hier die Adressen einiger Briefmarken- Großhändler:


•Otto Helling, Nagelsweg 10, 20097 Hamburg
•Ludwig Klier, Am Südring 1 A, 65795 Hattersheim
•Goldhahn, Hans- Böckler- Str. 5- 7, 63167 Obertshausen
•Herbert Küpper, Eickener Str. 101, 41063 Mönchengladbach

Weitere Adressen finden Sie in den nachstehenden Briefmarkenzeitungen. Ein Probeheft erhalten Sie kostenlos vom Verlag.

DBZ, Postfach 309 /10, 56130 Bad Ems
Briefmarkenspiegel, Philapress Verlag. Postfach 30 42, 37020 Göttingen

Stellen Sie selbst Pakete zusammen, müssen die Marken natürlich aufbereitet und entsprechend sortiert werden. Briefmarken die sich noch auf Papier befinden, müssen abgelöst werden. Legen Sie die Marken einfach in eine Schüssel mit Wasser, sie lösen sich nach kurzer Zeit von selbst ab. Getrocknet werden sie, indem man sie zwischen Löschblätter legt. Im Handel bekommen Sie auch spezielle Trockenbücher.

Diese Arbeit ist jedoch aufwendig, und es dauert lange, bis Sie eine vernünftige Auswahl zusammen haben. Sie können aber auch die Marken in dem Zustand, in dem sie angeliefert werden, weiter verkaufen. Das heißt, Sie machen zum Beispiel aus einem Paket von 5 Kilo 50 Päckchen zu je 100 Gramm. Ihr Gewinn dürfte hierbei bei etwa 100% liegen.

Die oben genannte Firma Otto Helling liefert auch fertig verpackte Briefmarken in Geschenkaufmachung. Auch hier liegt ihr Gewinn bei etwa 100%. Lieferung erfolgt allerdings nur gegen Gewerbenachweis. Aber ein Gewerbe müssen Sie in jedem Fall anmelden, wenn Sie geschäftlich tätig werden wollen. Ihre ersten Kunden finden Sie am besten durch Kleinanzeigen in überregionalen Zeitschriften wie "Heim und Weit" u. a..


Wenn Ihr Geschäft angelaufen ist, können Sie auch Neuerscheinungen der Post im Abonnement an Ihre Kunden liefern. Die Marken erhalten Sie von den Versandstellen für Sammlermarken. Sie bezahlen dort den Originalpreis und schlagen 50% auf. Dies ist die übliche Verfahrensweise aller Briefmarkenhändler.


Die Versandstellen befinden sich in:
•Versandstelle für Sammlermarken, Postfach 20 00, 10620 Berlin; Verkauf: Goethestr. 2
•Versandstelle für Sammlermarken, Postfach 20 00, 60281 Frankfurt; Verkauf: Zeil 108
•Versandstelle für Sammlermarken, Postfach 20 00, 12532 Weiden; Verkauf: Prüferinger Str. 2, Regensburg


Mit Briefmarken spekulieren:

Hier kann man bei einigen Marken rasante Preissteigerungen erleben. Beispiel:

Die Rollenmarken erscheinen in kleinen Auflagen auch als Bogenware. Diese Bogen werden nur von den Versandstellen geliefert. Die 50- Pfg.- Marke "Unfallverhütung" wird schon heute mit 37,- € gehandelt.

Erkennbar sind solche Marken nur bei 2 zusammenhängenden Exemplaren oder Randstücken. Eine gute Wertsteigerung haben in der Regel auch Blockausgaben, Wohlfahrtsmarken, Ersttagsblätter u. ä.. Einen Verlust hat man nicht, wenn man Geld in Briefmarken anlegt, denn seit 1968 werden keine Briefmarken mehr ungültig. Man kann sie also immer noch zur Frankatur verwenden.

Den aktuellen Wert der Marken erfahren Sie in den jährlich erscheinenden Katalogen, die Sie bei jedem Briefmarkenhändler und in jedem Kaufhaus erhalten. Aber aufgepaßt: Die angegebenen Preise sind Vergleichspreise, um beim Tauschen einen Anhaltspunkt zu haben. Die Handelspreise erfahren Sie immer in den o. g. Briefmarkenzeitungen.


Rundsendezirkel sind auch eine Möglichkeit mit Briefmarken Geld zu verdienen. Vom Veranstalter werden monatlich Briefmarkenhefte versandt, So, ein Heft durchläuft einen Kreis von ca. 10 Personen. Jeder entnimmt, was er benötigt, und kann selbst Überschüssiges hineinlegen. Die Abrechnung erfolgt, wenn das Heft wieder beim Veranstalter gelandet ist. Dieser berechnet natürlich eine Gebühr.

Man kann hier mit relativ geringem Kapital einsteigen. Am besten ist, Sie fordern unverbindliches Informationsmaterial an. Das sollten Sie auch von anderen Briefmarkenhändlern fordern. Konkurrenzbeobachtung ist wichtig!
•Volker W. Zoch, Postfach 10 55 39, 40046 Düsseldorf
•O. Dittmar, Bernburger Str., 39240 Calbe
•Briefmarken Discount und Rundsendedienst, Postfach 60 05 43, 22205 Hamburg
•Erich Amtmann, Postfach 11 36, 45702 Datteln

Weitere Adressen finden Sie in den einschlägigen Zeitungen.

Und hier eine Idee, die aus Amerika kommt, aber auch hier ohne weiteres anwendbar sein sollte:

Ein Sammler kaufte erst einmal preiswerte Kiloware. Dann machte er sich an´s Sortieren, zunächst nach bekannten Persönlichkeiten. Anhand von Nachschlagewerken verfaßte er zu jeder Person eine kleine Biographie und ließ so eine Sammlung bekannter Persönlichkeiten entstehen. Er bot diese Sammlung einigen Schulen an und hatte Erfolg und ein gutes Einkommen. Mit der Zeit weitete er die Themen auf andere Motive aus, wie historische Gebäude, Ereignisse, usw.. Auf jede Beschreibung wurde natürlich eine Originalbriefmarke geklebt.

Allerdings muß man für dieses Geschäft viel Zeit opfern.

Für die Beschreibung gibt es genug Nachschlagewerke, Lexika, usw., die in jeder Bücherei eingesehen werden können. Man kann seine Erzeugnisse dann Andenkenläden in Ausflugs- und Ferienorten, usw. anbieten. Man sollte jedoch darauf achten, daß die Beschreibungen auf gutem Papier (möglichst getönt, Kartonstärke [170 g], DIN A5) gedruckt werden. Jede gute Druckerei hat solches Papier vorrätig.

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